Butterflies

Wir sind

INTERESSIERT

REISELUSTIG

SPORTLICH

FLEIßIG

HILFSBEREIT

SYMPATHISCH

WELTOFFEN

KREATIV

HUMORVOLL

AUFGESCHLOSSEN

GESUNDHEITSBEWUSST

Über uns

Die Vielfalt unserer Mitglieder macht unseren Verein attraktiv, da wir 210 Mitglieder aus allen Altersstufen von 8 Jahren bis 93 Jahren und in den verschiedenen Berufen und Lebenssituationen haben. Wir kommen gerne zusammen, tauschen uns aus über das was uns bewegt, engagieren uns für unsere Gemeinde.

Wir sind offen für alle Frauen und Mädchen und heißen auch Sie herzlich willkommen in unserem LandFrauenverein.

Geschichte

Der Ortsverein Alfdorf wurde nach den Kriegswirren im April 1946 von Margarethe Freifrau vom Holtz gegründet. Freifrau vom Holtz wollte in dieser Zeit den Frauen im ländlichen Raum auf den Höfen Hilfe und Unterstützung gewähren. Sie hat den Verein nicht nur

ein Jahr vor der Gründung des

Landesverbandes Württemberg-Baden

ins Leben gerufen, sie ist auch in

anderen Ortschaften gefahren und hat

Mitstreiterinnen für ihre Ideen gesucht.

Wir können zu Recht sagen,

dass die Wiege der Landfrauenarbeit in

Alfdorf stand und wir dies Margarethe

Freifrau vom Holtz verdanken. 

Mitglieder, die ab Gründung des

Ortsvereins dabei waren, sind in den

letzten Jahren verstorben. Wir haben

aber bei unseren Zusammenkünften

gerne den Geschichten, die sie uns über

den Beginn erzählen konnten, zugehört

und auch einiges niedergeschrieben,

so dass so manche heitere Begebenheit

in Erinnerung bleiben kann.

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Biografie
der Freifrau Margarethe vom Holtz

Gründerin des ersten LandFrauenvereins

Am 7. Juli 1898 wurde Margarete von Vischer-Ihingen in Ludwigsburg geboren und verlebte ihre Kindheit auf dem Hofgut Aglishard auf der Schwäbischen Alb. Nach ihrer Schulzeit in Stuttgart besuchte sie die Landwirtschaftliche Frauenschule Reifenstein in Thüringen. Am 21. September 1922 heiratete sie Baron Hans vom Holtz und zog nach Alfdorf. Aus der Ehe gehen zwei Söhne und zwei Töchter hervor (Eberhard, Dorothee, Irmgard und Dieter). Ihr Sohn Eberhard ist im Krieg gefallen.

1930 wurde sie als Nachfolgerin ihrer Schwägerin Marie vom Holtz zur Vorsitzenden des landwirtschaftlichen Hausfrauenvereins gewählt bis der Verein 1933 durch die Eingliederung in den Reichsnährstand aufgelöst wurde.

Das Programm im „Reichsnährstand“ war ähnlich und so konnten Kurse und Vorträge unter ihrer Leitung weitergeführt werden. Der Höhepunkt in dieser Zeit bildete der Web- und Spinnkurs. Mit Ende des Krieges wurde der „Reichsnährstand“ aufgelöst.

Nach dem Krieg dauerte es nicht lange bis Gräfin Marie-Luise Leutrum von Ertingen 1946 zu ihr kam und sagte: „Wir müssen unbedingt für unsere Frauen etwas tun – und Sie müssen mir helfen“. Freifrau vom Holtz ergriff sofort die Initiative und gründete am 20. April 1946 den Landfrauen-Ortsverein in Alfdorf.

Margarethe vom Holtz war eine Landfrau der ersten Stunde und sie gab den Auftakt für die Gründung von Ortsvereinen im deutschen Südwesten. Diese Vereinsgründungen waren gleichzeitig die Basis für den demokratischen Aufbau des Landesverbandes. Gräfin Leutrum und Baronin vom Holtz wurden von Landwirtschaftsminister Stooß unterstützt. Das Ziel war, dass wieder für die hart arbeitenden Frauen auf dem Lande gesorgt werden sollte. Diese Frauen sollten sich unabhängig von Konfession und Parteizugehörigkeit zusammenschließen und so die Notsituation nach dem Krieg überwinden. Die Zugänglichkeit für alle Frauen stand im Vordergrund.

1947 wurde der Deutsche Landfrauenverband gegründet mit Unterabteilungen der Länder. Im Landesverband Württemberg-Baden wurde Gräfin Leutrum am 30. April 1947 die Landesvorsitzende und Margarethe vom Holtz wurde ihre Stellvertreterin. Wenige Wochen später rief Margarethe vom Holtz in Schwäbisch Gmünd den Bezirkslandfrauenverein ins Leben und blieb bis 1968 Kreisvorsitzende.

Nach der Gründung des Ortsvereins am 20. April 1946 in Alfdorf übernahm Margarethe vom Holtz den Vorsitz, den sie 30 Jahre beibehielt. Es war ihr ein besonderes Anliegen für die auf dem Land lebenden Frauen Weiterbildungsmöglichkeiten aufzubauen und die Flüchtlingsfrauen einzubinden.

In Alfdorf trafen sich die Landfrauen im Winterhalbjahr bei „Frau Baron“, wie sie liebevoll und respektvoll von den Alfdorferinnen genannt wurde, im Schloss. Die Bereiche Hauswirtschaft, Familie und Gesundheit lagen ihr am Herzen. Deshalb wurden einmal im Jahr die praktischen Vorführungen in den Landwirtschaftsschulen erst in Schwäbisch Gmünd dann in Backnang besucht. Es gab ein breitgefächertes Angebot wie z.B. „Hackfleischvariationen mit Hilfe technischer Hilfsmittel zubereitet“ oder „Vorratswirtschaft im Hinblick auf Gesundheit, Arbeit und Geldwirtschaft“ und auch die entsprechenden Rezepte dazu. Da es für Frauen wenig Möglichkeiten gab, sich von der schweren Arbeit in der Landwirtschaft zu erholen, wurden bald Tagesausflüge angeboten. Und das gesellige Zusammensein kam nie zu kurz.

Trotz den umfangreichen Aktivitäten bei den Landfrauen im Ortsverein Alfdorf, Kreisvorsitz Schwäbisch Gmünd und Landesverband engagierte sie sich politisch auf regionaler Ebene. U.a. vertrat sie die Region als einzige Frau im Kreistag. Für ihre Verdienste wurde ihr 1965 das Verdienstkreuz Erster Klasse verliehen.

Altersbedingt und nachdem die Anforderungen durch den Landesverband immer vielseitiger wurde, hatte sich Margarethe vom Holtz 1976 entschlossen, ihr Amt nach über 30 Jahren als Ortsvorsitzende aufzugeben.

Am 6. August 1980 starb Margarethe vom Holtz

 

Verdienste und Ehrungen

Für ihre umfangreiches Engagement wurde ihr 1965 das Verdienstkreuz erster Klasse verliehen. Margarethe vom Holtz vertrat den Landfrauenverband im ersten „Frauenparlament“ 1947 in Stuttgart, in dem mit den amerikanischen Alliierten vorrangig die Ernährungszuteilung diskutiert wurde. Darüber hinaus nahm sie die Interessenvertretung für den Landfrauenverband seit 1949 im Gremium „Ländliche Hauswirtschaft“ der Württembergischen Ländlichen Zentralgenossenschaft Raiffeisen GmbH wahr. Als Mitglied beim Kuratorium der Evangelischen Akademie in Bad Boll brachte sie die Belange des ländlichen Raumes ein und vertrat darüber hinaus die Region zwölf Jahre lang als einzige Frau im Kreistag.

Nach der offiziellen Verabschiedung am 7.12.1977 als Vorsitzende des Landfrauenortsvereins Alfdorf wurde ihr die Ehrenurkunde als Ehrenvorsitzende verliehen. 1978 ernannte der Landesverband Württemberg-Baden Margarethe vom Holtz für ihre langjährige Arbeit nach dem Kriege zum Ehrenmitglied des Landesverbandes.